Der Winter in Deutschland bedeutet höhere Energie- und Heizkosten. Manche Familien zahlen in dieser Zeit bis zu doppelt so viel wie im Sommer. Die Strompreise steigen stetig, doch es gibt viele einfache Möglichkeiten, sie zu senken. Schon mit ein wenig Aufmerksamkeit und einigen Veränderungen an Ihrem Zuhause können Sie Tausende von Euro pro Saison sparen.
Warum mit einer energetischen Sanierung beginnen?
Ein gut gedämmtes Haus reduziert den Energieverlust deutlich. Wärme entweicht meist über Wände, Dächer und Fenster. Schlechte Dämmung führt zu hohen Kosten. Moderne Materialien speichern Wärme viel effektiver. Die Dämmung der Außenwände bringt schnelle Ergebnisse, und der Austausch der Fenster gegen energieeffiziente hält die Wärme im Haus. Das Abdichten von Türen und Spalten ist mit geringen Kosten verbunden, und die Dämmung des Dachbodens verhindert Wärmeverluste nach oben. Eine energetische Sanierung steigert zudem den Wert Ihrer Immobilie.
Gebäude, die vor 1990 errichtet wurden, verlieren am meisten Energie – sie haben oft einfach verglaste Fenster und dünne Wände. Die Dämmung des Fundaments schützt vor der Kälte des Erdreichs. Eine neue Fassade kann sowohl ästhetisch ansprechend als auch funktional sein. Eine gute Dämmung reduziert den Straßenlärm und erhöht so den Wohnkomfort. Die Investition amortisiert sich relativ schnell, und die Nutzung staatlicher Förderprogramme senkt die Kosten zusätzlich.
Wie stellt man die Raumtemperatur richtig ein?
Für thermischen Komfort ist keine hohe Temperatur erforderlich. Im Wohnzimmer reichen tagsüber 20–21 °C aus, während im Schlafzimmer nachts 18 °C für einen gesunden Schlaf sorgen. Im Badezimmer empfiehlt es sich, beim Baden 23–24 °C zu halten. Jedes Grad weniger bedeutet spürbare Einsparungen. Ein Raumthermostat hält die Temperatur konstant und verhindert das Überhitzen ungenutzter Räume. Nachts sorgen Jalousien oder Vorhänge für zusätzliche Wärmedämmung.
In selten genutzten Räumen können Sie die Temperatur auf 16 °C einstellen. Kinder brauchen keine 25 °C – ihre Körper härten besser ab. Kurzes Lüften kühlt die Wände nicht aus, und Heizkörper sollten frei bleiben. Möbel sollten sie nicht verdecken. Bewegungsmelder schalten das Licht in ungenutzten Räumen aus, und ein Thermostat in jedem Raum ermöglicht eine bessere Kontrolle und reduziert den Energieverbrauch um bis zu 20 %.
Werden erneuerbare Energiequellen im Winter zugänglicher?
Eine Wärmepumpe verbraucht dreimal weniger Energie als ein elektrischer Heizkessel. Photovoltaikanlagen produzieren auch im Winter Strom, und ein Energiespeichersystem ermöglicht es Ihnen, Ihren eigenen Strom abends zu nutzen. Solarkollektoren erwärmen das Wasser ganzjährig, und eine Wärmerückgewinnungsanlage nutzt die Abwärme der Lüftung. Pellets und Holz sind günstiger als Gas oder Strom.
Photovoltaikanlagen amortisieren sich mit Förderung in etwa 5–6 Jahren. Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe arbeitet selbst bei Temperaturen bis zu -25 °C. Ein Heimspeicher erhöht den Eigenverbrauch um bis zu 80 %. Smart-Home-Systeme vernetzen alle Geräte und ermöglichen die Steuerung der Heizung per Smartphone sowie die Echtzeit-Verbrauchsüberwachung. Die Einsparungen steigen Jahr für Jahr, und gleichzeitig profitiert die Umwelt.
Effektives Energiesparen im Winter bedeutet mehr als nur niedrigere Rechnungen. Es sorgt auch für mehr Wohnkomfort und sauberere Luft. Die Modernisierung der Thermik und moderne Geräte bieten langfristige Vorteile, und schon im ersten Monat machen sich die kleinen Gewohnheiten bemerkbar. Die Kombination all dieser Maßnahmen kann die Kosten um bis zu 60 % senken. Eine vierköpfige Familie spart so jährlich mehrere Tausend Euro. Ihr Zuhause wird wärmer und einladender. Fangen Sie klein an – die Ergebnisse werden schneller sichtbar sein als erwartet.
Peter Gottfield

