Wann man den Weihnachtsbaum schmückt, ist eine Frage, die in deutschen Haushalten jedes Jahr aufs Neue aufkommt. Es ist ein magischer Moment voller Familientraditionen und markiert offiziell den Beginn der Weihnachtszeit. Jede Familie hat jedoch ihre eigenen Bräuche. Daher lohnt es sich, die Traditionen und praktischen Aspekte des Baumschmückens kennenzulernen. So gelingt Ihnen eine wunderschöne Dekoration, die die gesamte Weihnachtszeit überdauert.
Traditionelle Termine für das Schmücken des Weihnachtsbaums in Deutschland
In der deutschen Tradition wird der Weihnachtsbaum üblicherweise am Morgen des 24. Dezembers geschmückt. Dies ist der älteste und traditionsreichste Termin. Am Heiligabend wurde der Baum ins Haus gebracht. Die Kinder erwachten und sahen den geschmückten Baum. Das machte die Magie des Festes noch größer. Die Eltern schmückten den Baum heimlich vor ihren Kindern.
Heutzutage schmücken immer mehr Familien den Baum früher. Dies geschieht meist am Wochenende vor Weihnachten, in der Regel zwischen dem 20. und 23. Dezember. Für berufstätige Eltern ist dies ein praktischer Zeitpunkt, da alle mehr Zeit haben. Außerdem kann man das Schmücken in Ruhe und gemeinsam genießen.
Manche Familien wählen sogar noch frühere Termine. Weihnachtsbäume stehen schon vor dem Nikolaustag oder Mitte Dezember in den Häusern, besonders wenn es sich um künstliche Bäume handelt. Man möchte die Weihnachtsdekoration länger genießen. Dadurch verlängert sich auch die Zeit der freudigen Vorfreude und somit die Weihnachtsstimmung um fast einen Monat.
Die kirchliche Tradition sieht einen anderen Termin vor. Laut Liturgie wird der Weihnachtsbaum erst im Advent aufgestellt. Der Advent beginnt vier Sonntage vor Weihnachten. Es ist eine Zeit der Vorbereitung und des Wartens. Daher halten sich manche Gläubige an dieses Prinzip und respektieren so die religiöse Bedeutung des Festes.
Traditionen in verschiedenen Ländern
In Polen wird der Weihnachtsbaum kurz vor Weihnachten aufgestellt. Traditionell geschieht dies am Abend des 24. Dezembers. Familien schmücken den Baum, während die Kinder schlafen. Am Morgen warten dann die Geschenke unter dem Baum. Es ist ein Moment voller Überraschungen und Freude. Die Polen legen großen Wert auf das Geheimnisvolle.
In den Vereinigten Staaten ist es ganz anders. Dort werden Weihnachtsbäume direkt nach Thanksgiving aufgestellt. Dies findet Ende November, manchmal auch Anfang Dezember statt. Die Amerikaner lieben es, die festliche Stimmung lange zu genießen. Die Häuser sind fast den ganzen Dezember über geschmückt. Außerdem sind Nachbarschaftswettbewerbe um die schönste Beleuchtung beliebt.
In Großbritannien ähneln die Traditionen denen in den Vereinigten Staaten. Weihnachtsbäume werden in den ersten Dezembertagen aufgestellt. Der 1. Dezember markiert oft symbolisch den Beginn. Die Briten erfreuen sich lange an ihrer Dekoration. Sie veranstalten auch zahlreiche Weihnachtsmärkte, die eine einzigartige Atmosphäre schaffen.
Skandinavien hat seine eigenen, besonderen Bräuche. In Schweden wird der Weihnachtsbaum vor dem Advent aufgestellt. Norwegische Familien schmücken den Baum gemeinsam. Dies ist ein wichtiges Familienritual. Die Dekorationen sind oft minimalistisch und natürlich, wobei Weiß, Silber und Holzakzente dominieren.
In Italien wird der Weihnachtsbaum am 8. Dezember aufgestellt. Es ist das Fest der Unbefleckten Empfängnis Mariens. Dieser Tag markiert offiziell den Beginn der Weihnachtszeit. Die Italiener schmücken nicht nur ihre Häuser, sondern ganze Städte. Plätze erstrahlen im Lichterglanz. Es ist eine unglaublich malerische Zeit.
Wann sollte man einen Weihnachtsbaum kaufen?
Der Kauf eines Weihnachtsbaums erfordert sorgfältige Planung. Wenn Sie sich für einen echten Baum entscheiden, ist der richtige Zeitpunkt entscheidend. Kaufen Sie ihn zu früh, kann er austrocknen. Die Nadeln fallen dann schon vor Weihnachten ab, was unschön aussieht. Daher ist es am besten, den Baum einige Tage vor dem Schmücken zu kaufen.
Wenn Sie Ihren Baum am 24. Dezember schmücken möchten, kaufen Sie ihn am 22. oder 23. Dezember. Zwei Tage vorher ist optimal. Der Baum ist dann frisch und duftet herrlich und hat keine Zeit auszutrocknen. Außerdem sinken die Preise oft kurz vor den Feiertagen, da die Händler versuchen, ihre Lagerbestände abzubauen.
Wer frühzeitig schmücken möchte, sollte den Baum rechtzeitig kaufen. Wenn Sie Mitte Dezember dekorieren möchten, kaufen Sie den Baum spätestens zwei Tage vorher. Denken Sie daran, dass ein lebender Baum Pflege benötigt. Er muss im Wasser stehen, sonst verwelkt er schnell. Außerdem stellt ein trockener Baum eine Brandgefahr dar.
Künstliche Weihnachtsbäume kann man praktisch jederzeit kaufen. Viele tun dies sogar außerhalb der Weihnachtszeit. Im Januar gibt es oft tolle Angebote. Sie können bis zu 50–70 Prozent sparen. Sie können den Baum bis zum nächsten Jahr einlagern und sind so rechtzeitig bereit.
Weihnachtsbaummessen und -märkte öffnen üblicherweise im Dezember. Am ersten Tag des Monats können Sie einen Baum kaufen. Dann ist die Auswahl am größten. Sie können die perfekte Form und Größe auswählen. Allerdings sind die Preise dann auch am höchsten. Je näher die Feiertage rücken, desto niedriger werden sie.
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Wie hängt man die Lichterkette am Weihnachtsbaum auf?
Die Lichterkette sollte zuerst aufgehängt werden. Installieren Sie die Lichterkette, bevor Sie den Schmuck anbringen. Das erleichtert die Arbeit ungemein. Sie müssen sich keine Gedanken um die Kugeln machen. Außerdem verteilen Sie das Kabel gleichmäßig und vermeiden so dunkle Stellen.
Überprüfen Sie zunächst, ob die Lichterkette funktioniert. Stecken Sie sie vor dem Aufhängen ein. Tauschen Sie defekte Glühbirnen aus. Stellen Sie sicher, dass alle Lichter leuchten. Das erspart Ihnen später viel Ärger. Nichts ist ärgerlicher als ein dunkler Weihnachtsbaum nach all der Dekoration.
Beginnen Sie an der Spitze des Baumes. Wickeln Sie das Kabel um die Spitze. Führen Sie es spiralförmig nach unten. Verteilen Sie die Lichterkette gleichmäßig. Gehen Sie dabei tiefer in die Zweige hinein. Hängen Sie die Lichter nicht nur an die äußeren Zweige. Licht von innen erzeugt Tiefe und lässt den Baum dreidimensional wirken.
Sie können die Lichterkette auch vertikal anbringen. Von oben nach unten in geraden Linien. Das ist eine modernere Variante. Es erzeugt einen anderen visuellen Effekt. Das Licht wirkt strukturierter. Allerdings erfordert es mehr Präzision. Ein gleichmäßiger Abstand muss unbedingt eingehalten werden.
Die Anzahl der Lichter hängt von der Größe des Baumes ab. Für einen kleinen Baum reichen 100–200 Lichter. Ein mittelgroßer Baum benötigt 300–500 Lichter. Ein großer Baum kann bis zu 800–1000 Lichter benötigen. Lieber zu viele als zu wenige Lichter. Ein dicht beleuchteter Weihnachtsbaum wirkt eindrucksvoller.
Schmuck am Baum aufhängen
Nach den Lichtern sind die größeren Dekorationen an der Reihe. Hängen Sie zuerst die großen Kugeln und Ornamente auf. Verteilen Sie sie gleichmäßig am Baum. Beachten Sie die Dreiecksregel: Drei große Ornamente ergeben eine harmonische Komposition. Hängen Sie sie nicht alle an einer Stelle auf, sondern verteilen Sie sie gleichmäßig vertikal und horizontal.
Mittelgroße Ornamente füllen leere Stellen. Hängen Sie sie zwischen die größeren Elemente. Achten Sie auf ein ausgewogenes Farbverhältnis. Wenn Sie rote, goldene und silberne Kugeln haben, verteilen Sie diese proportional. Gruppieren Sie nicht alle roten Kugeln zusammen. Verteilen Sie die Farben über den ganzen Baum.
Kleine Ornamente sind das i-Tüpfelchen. Sie füllen selbst kleinste Lücken. Man kann sie dicht aneinander hängen. Sie verleihen dem Baum Details und Fülle. Aber Vorsicht: Nicht übertreiben! Der Weihnachtsbaum sollte nicht überladen wirken. Die Zweige brauchen genügend Platz.
Auch die Zweige selbst gehören zur Dekoration. Hängende Ornamente sollten unterschiedliche Tiefen haben – manche näher am Stamm, andere an den Zweigspitzen. Das erzeugt Tiefe und Struktur. Der Baum wirkt nicht flach, sondern hat Tiefe und Struktur. Außerdem reflektiert das Licht der Lichterkette so besonders schön.
Bänder und Girlanden lassen sich spiralförmig wickeln. Man kann sie von oben nach unten führen oder um den Baum herumlegen. Sie sollten natürlich und locker wirken. Nicht zu straff ziehen! Zarte Falten und Biegungen verleihen Charme und fangen das Licht wunderschön ein.
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Weihnachtsbaumpflege während der Weihnachtszeit
Regelmäßiges Gießen ist unerlässlich. Kontrollieren Sie den Wasserstand täglich. Ein Baum kann bis zu einem Liter Wasser pro Tag aufnehmen, besonders in den ersten Tagen nach dem Aufstellen. Verdunstet das Wasser, verschließt sich der Stamm und nimmt keine Feuchtigkeit mehr auf. Dadurch trocknet der Baum schnell aus.
Die Raumtemperatur ist entscheidend. Je wärmer es ist, desto schneller trocknet der Baum. Die ideale Temperatur liegt bei 18–20 Grad Celsius. Stellen Sie den Weihnachtsbaum nicht neben einen Heizkörper. Direkte Hitze schadet ihm. Vermeiden Sie auch Plätze in der Nähe eines Kamins. Auch wenn es schön aussieht, ist es schädlich für den Baum.
Die Luftfeuchtigkeit beeinflusst ebenfalls die Frische. In beheizten Wohnungen ist die Luft trocken. Erwägen Sie die Verwendung eines Luftbefeuchters. Sie können auch eine Schale mit Wasser neben den Baum stellen. Dies trägt dazu bei, dass die Nadeln in gutem Zustand bleiben. Sie werden weniger brüchig und fallen nicht ab.
Lichter erzeugen Wärme. Vor allem alte Glühbirnen können die Zweige überhitzen. Moderne LEDs sind viel sicherer. Sie erzeugen nur minimal Wärme. Das ist neben der Energieersparnis ein weiterer Grund, sie zu kaufen.
Besprühen Sie Ihren Weihnachtsbaum nicht mit Wasser. Sie denken vielleicht, es hilft. Tatsächlich kann es schädlich sein. Feuchtigkeit an den Nadeln kann zu Schimmelbildung führen. Außerdem hinterlässt Wasser Flecken auf dem Schmuck. Es werden Flecken und Streifen sichtbar. Konzentrieren Sie sich besser darauf, die Wurzeln zu gießen.
Wann sollte man den Weihnachtsbaum abbauen?
Traditionell wird der Weihnachtsbaum am 6. Januar abgebaut. Dies ist das Fest der Heiligen Drei Könige, auch bekannt als Epiphanias. Dies markiert das Ende der Weihnachtszeit. Liturgisch gesehen ist es der passende Zeitpunkt. Viele deutsche Familien begehen diesen Tag, der tief in ihrer Kultur verwurzelt ist.
Manche warten bis Mariä Lichtmess, dem 2. Februar, vierzig Tage nach Weihnachten. Dieser Tag markiert das Ende der Weihnachtszeit. Es ist der letzte Tag, an dem der Baum geschmückt wird. Obwohl immer weniger Menschen ihre Weihnachtsbäume so lange behalten. Ein lebender Baum hält nicht so lange.
Praktische Erwägungen sind oft ausschlaggebend. Trocknet ein Weihnachtsbaum aus, muss er entfernt werden. Herabfallende Nadeln sind lästig und schwer zu entfernen. Außerdem ist ein trockener Baum gefährlich, da er leicht Feuer fangen kann. Daher ist es besser, ihn frühzeitig abzubauen.
Das Ende der Winterferien ist eine beliebte Zeit. Die Kinder gehen wieder zur Schule, der Alltag kehrt zurück und symbolisch endet die Weihnachtszeit. Das Zuhause erstrahlt wieder in seinem gewohnten Glanz. Räume wirken geräumiger.
Zusammenfassung
Wann schmückt man den Weihnachtsbaum? Die Antwort hängt von den Familientraditionen ab. Meistens zwischen dem 20. und 24. Dezember. Manche schmücken früher, andere erst am Heiligabend. Es gibt kein allgemeingültiges Datum. Wichtig ist, dass es eine bewusste Entscheidung ist, die den eigenen Bedürfnissen und Möglichkeiten entspricht.
Das Schmücken des Baumes ist mehr als nur das Aufhängen von Schmuck. Es geht darum, eine besondere Atmosphäre zu schaffen und gemeinsame Erinnerungen zu teilen. Eine Familientradition, die von Generation zu Generation weitergegeben wird. Ein Moment der Ruhe in der Hektik des Alltags. Ein Moment der Besinnung und Freude. Das macht es so besonders.
Der Weihnachtsbaum ist das Herzstück eines jeden Weihnachtshauses. Er zieht die Blicke auf sich und erwärmt die Herzen. Am Heiligabend versammeln wir uns unter ihm. Wir packen die Geschenke an seiner Seite aus. Er ist Zeuge der wichtigsten Momente. Deshalb verdient er eine sorgfältige Vorbereitung und eine schöne, liebevolle Dekoration.
Ungeachtet des Stils und des Zeitpunkts, eines sollte man nicht vergessen: Die Freude am Schmücken steht im Vordergrund. Das Lachen der Kinder und die familiäre Atmosphäre. Das ist der wahre Zauber von Weihnachten. Der Weihnachtsbaum ist nur ein Symbol. Es sind die Menschen, die wahre Festtage schaffen. Ihre Anwesenheit, ihre Liebe und ihre gegenseitige Fürsorge.




